HUNDE ABC

A wie Alter

Das Alter, wann man genau ein Training mit einem Hund beginnt, ist eher nebensächlich - je früher man beginnt, desto schneller lernt der Hund, das stimmt schon. Aber, das heißt nicht, dass ein älterer Hund nichts mehr lernen kann - es dauert nur manchmal etwas länger.

Alle Kurse sind in "Etwa-Alterklassen" eingeteilt. Diese dienen als Richtlinien.

 

B wie Belohnung

Fürs Training ist es wichtig, die richtigen Belohnungen einzupacken! Mag der Hund eher Futter, ist es am besten man steckt sich Leckerlis unterschiedlicher Wertigkeit ein, d.h. etwas normales Trockenfutter, einige weiche Leckerlis und dann noch etwas Trockenfleisch oder Käse oder gekochte Pute in kleinen Happen. Besonders auf die Größe der Belohnungen muss man achten: die Leckerlis sollten nur so groß sein, dass sie geschluckt werden können. Langes Kauen kann den Fluss nämlich stören und besonders wenn man mit dem Clicker arbeitet, gibt man reichlich Belohnungen und der Hund soll ja nicht satt werden während der Stunde, sondern eben 'nur' belohnt werden.

Spielzeug soll so gewählt werden, dass es gut in der Jackentasche verstaut werden kann. Die Stimme (Loben), seinen Körper (Körpersprache) und die Hände (Streicheln) hat man immer dabei.

 

C wie Clicker

Der Clicker ist eine Art Knackfrosch auf dessen Geräusch der Hund konditioniert wird, sprich das Geräusch kündigt dem Hund eine Belohnung an. Mit dem Clicker kann man anschließend positives Verhalten sehr schnell einfangen und so den Hund belohnen. Im Alltag arbeite ich eher mit einem Markerwort. Dies hat die gleiche Bedeutung wie der Clicker und ist auch so anzuwenden, nur die Hände hat man frei.

 

D wie Dominanz

Dominanz ist wohl eins der meistverwendeten Wörter im Hundejargon. Meistens wird es falsch verwendet. Das Wort Dominanz beschreibt keine Eigenschaft eines Individuums, sondern die Beziehung zwischen zwei (oder mehreren) Individuen. Beschreibt eine Person ihren Hund als dominant, so kann dieser dies nur sein, weil der Besitzer sich von seinem Hund dominieren lässt. Dominanz wird oft gleichgesetzt mit 'stur' oder sogar 'aggressiv', wobei gerade ein dominanter Hund genau dies nicht wäre oder nicht zu sein bräuchte. Die Dominanztheorie, man müsse seinem Hund zeigen wer der Chef ist, ist Quatsch. Man erreicht keine solide Beziehung wenn man andauernd seinem Hund gegenüber 'rangreduzierendes Verhalten' zeigt.

 

E wie Entwurmen

Welpen werden beim Züchter ab der zweiten Lebenswoche im Zwei-Wochen-Takt entwurmt. Auch danach soll Ihr Welpe noch einige Male in seinem ersten Lebensjahr entwurmt werden. Anschließend reicht es, wenn der Hund nur nach Wurmbefall eine Wurmkur erhält. Provilaktisches Entwurmen ist nicht nötig. Es gibt auch einige pflanzliche Möglichkeiten seinen Hund zu entwurmen, z.B. Kokosraspel und Kokosöl.

 

F wie Futter

Heutzutage gibt es eine Unmenge an unterschiedlichen Futtersorten und Fütterungsarten auf dem Markt. Jeder muss für seinen Hund entscheiden, welche die beste für diesen ist. Ob nun nur Trockenfutter, nur Nassfutter, beides gemischt oder doch gekocht oder alles roh (Barf) ist jedem selbst überlassen, nur dem Hund muss es schmecken - und bekommen.

Einige Richtlinien gibt es schon: Trockenfutter soll wenn möglich kein Getreide oder Mais enthalten. Auch Reis kann Allergien hervorrufen. Fleisch muss unbedingt an erster Stelle in der Zusammenstellung aufgelistet sein. Welpenfutter wird bei großen Rassen mit ca. 5 Monaten abgesetzt und Adultfutter wird angeboten. Gekochte Rationen oder Barf müssen meist mit Zusätzen 'vervollständigt' und ein Fütterungsplan muss aufgestellt werden. Bitte mischen Sie kein Fleisch (roh oder gekocht) mit Trockenfutter. Das kann einen unruhigen Magen provozieren, besonders bei ernährungssensiblen Hunden.

 

G wie Geschirr

Ein Brustgeschirr ist die bessere Wahl, besonders für Welpen. Ich arbeite eigentlich gerne mit beidem - Halsband und Geschirr. Wieso? Nun, bei meinen Hunde bedeutet das Geschirr sie haben Pause und dürfen auch etwas Zug auf die Leine bringen. Das Halsband bedeutet jedoch 'Arbeitsmodus' und hier wird dann jegliches Ziehen korrigiert.

Ein Geschirr soll, wenn möglich überall verstellbar sein. Besonders bei Welpen im Wachstum ist dies wichtig. Über Farben, Marken und Geschmäcker lässt sich streiten. Hier sind nämlich Zweck, Sitz und Bequemlichkeit wichtiger.

 

H wie Halsband

Ein Halsband soll etwa so breit sein, dass zwei Halswirbel davon überdeckt werden. Und, ein Halsband soll verstellbar sein, besonders bei Welpen und Junghunden. Bewährt haben sich Halsbänder aus Nylon, denn diese sind auch leicht zu reinigen (bei 30 Grad in der Waschmaschine). Einige mögen lieber ein Halsband aus Leder... Auch hier entscheiden die Geschmäcker. Ein No-Go sind so genannte Würger, Halsbänder die bis-zum-geht-nicht-mehr zuziehen oder Stachelhalsbänder!

 

I wie Impfung

Die erste Grundimmunisierung erhält ein Welpe üblicherweise bereits beim Züchter vor der 8. Woche. Danach wird noch zweimal nachgeimpft und die Tollwutimpfung kommt hinzu. Der erste Impfschutz, sprich die Grundimmunisierung reicht vollkommen aus um mit ihrem Welpen einen Kurs zu besuchen, da alle Hunde in meinen Kursen mind. die Grundimmunisierung erhalten haben müssen, somit besteht keine Ansteckungsgefahr für etwaige Krankheiten für Ihren Hund.

Draußen, bei fremden Hunden, müssen Sie hingegen mit Ihrem Welpen aufpassen - nicht jeder lässt seine Hunde impfen oder entwurmen.

Das Mitbringen des Impfausweises ist Pflicht! Ansonsten können Sie und Ihr Hund nicht an den Kursen teilnehmen!

 

J wie Junghund

Ein Junghund ist ein Hund wenn er kein Welpe mehr ist (ab einem Alter von ca. 16 Wochen). Klingt einfach, ist es jedoch nicht. Ein Junghund könnte man mit einem Teenager gleichsetzen - Regeln werden missachtet, das 'selektive Hören' tritt ein und generell ist der Jungspund nicht mehr so süß. Das hat u.a. auch mit der Geschlechtsreife zu tun - Rüden heben das Bein, Hündinnen werden läufig... Alles ist anders und schwieriger. Aber, auch diese Zeit vergeht und wenn Sie konsequent, fair und geduldig bleiben, übersteht auch der Junghund diese Phase ohne 'Lernverlust'.

 

K wie Kastration

Tierärzte schlagen einem oft die Frühkastration (Kastration mit etwa 5-7 Monaten) vor. Dass hierbei der Hund mehr Schaden nimmt als dass die Kastration hilft, verschweigen die meisten. Mittlerweile gibt es genügend Studien, die gegen eine Frühkastration sprechen. Ich bin nicht per se gegen Kastration, aber gegen Frühkastration. Auch die Kastration von Hunden in der Pubertät (6 bis -je nach Rasse- 24 Monate) kann fatale Folgen haben. Ebenso bei ängstlichen Hunden!!

Das Thema würde hier den Rahmen sprengen, deswegen, sollten Sie über eine Kastration Ihres Hundes nachdenken, so sprechen Sie mich bitte hierauf an. Eine Kastration ist nicht rückgängig zu machen und ist meistens auch keine Lösung für erzieherische Probleme oder Aggressionsprobleme. Besonders ängstlichen Hunden tut man keinen Gefallen!!

Bitte lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt nicht zu einer Kastration überreden. Die wenigesten TÄ haben einen Ausbildung zum Verhaltenstherapeuten gemacht und berücksichtigen nur die medizinischen Aspekte! Zudem ist das Risiko an Gebärmutterkrebs oder Mammatumoren zu erkranken viel kleiner, wie TÄ dies immer erläutern.

Kastrationen werden sowohl bei Rüden (Entfernen der Hoden (und des Hodensacks), wie auch bei Hündinnen (Entfernen der Eierstöcke und meistens auch der Gebärmutter) durchgeführt. Sterilisationen werden leider nur selten durchgeführt.

 

L wie Leine

Leinen gibt es, wie Halsbänder und Geschirre, in 100 verschiedenen Ausführungen. Wichtige Aspekte, die berücksichtigt werden müssen, sind:

Griff (wie liegt sie in der Hand, hat sie scharfe Kanten, etc.), Länge und Material. Am besten ist eine mind. 3 Meter lange Leine aus Nylon, Biothane oder Leder - am besten ohne Schlaufe. 3 Meter sind eine gute Länge, damit der Hund auch mal schnuppern und sich lösen kann, sollte er nicht frei laufen können. Der Vorteil von Nylon und Biothane ist, sie lassen sich super reinigen. Ein noch wichtiger Aspekt ist die Größe des Karabiners: Bitte wählen Sie für einen kleinen Hund auch unbedingt eine Leine mit einem kleinen Karabiner!! 

Definitiv tabu sind Ausziehleinen, auch bekannt als Flexileine! Diese funktionieren erstens nur unter Zug und zweitens können sie zudem gefährlich werden - für Hund und Mensch.

 

M wie Maulkorb

In der Gesellschaft ist der Maulkorb immer noch verpönt. Dass es auch Hunde gibt, die einen Maulkorb tragen, weil sie alles Fressbare (und eigentlich Nicht-Fressbare) vom Boden auflesen, bedenkt keiner. Oder, dass es einige Länder gibt, wo das Mitführen eines Maulkorbes Pflicht ist, wissen auch wenige. Leider gibt es natürlich auch Hundegesetze, bei denen einige Rassen einen Maulkorbzwang auferlegt bekamen, aber dies ist eine andere Geschichte... Ich wollte nur aufzeigen, dass es wichtig sein kann, dass der eigene Hund einen Maulkorb tragen muss, und, dass andere Hunde den 'Maulkorb-tragenden-Hund' nicht anders sehen, nur durch den Maulkorb. Das tun nur wir Menschen! Das Tragen und Akzeptieren eines Maulkorbes muss jedoch geübt werden.

 

N wie Nase

Die Nase des Hundes ist ein faszinierendes Organ! Ein Hund hat ein etwa 1 Million mal besseres Riechvermögen als ein Mensch. Je länger die Schnauze, desto mehr Riechzellen besitzt ein Hund. Ein DSH besitzt ca. 220 Millionen, ein Mensch etwa 5 Millionen Riechzellen. Hunde können auch 'stereo' riechen. D.h. sie können z.B., neue von alten Spuren unterscheiden. Wie erstaunlich das Riechvermögen Ihres Hundes ist, können Sie in Let's Sniff feststellen!

 

O wie Ohr

Auch das Ohr des Hundes ist außergewöhnlich! Nicht nur, dass das Ohr beim Hund die unterschiedlichesten Formen haben kann, nein, auch das Gehör des Hundes ist bemerkenswert. Da die Ohren eines Hundes beweglich sind, kann er Geräusche besser orten. Und Hunde können höhere Frequenzen hören wie der Mensch.

 

P wie Papiere

"Mein Hund braucht keine Papiere, ich will doch nicht züchten!" ist ein vielgehörter Satz. Dass Papiere aber viel mehr sind, wie die Voraussetzung zur Zucht (was wiederrum auch nicht stimmt, da zum Züchten viel mehr gehört, wie Papiere haben), wissen viele nicht oder wollen es nicht wahrhaben.

Die "Papiere" sind der Personalausweis des Hundes, wenn man so will. Die Papiere bescheinigen wo der Hund herkommt, welcher Rasse er angehört, wer seine Vorfahren sind, wie deren Gesundheitswerte waren, u.v.m.

Papiere sind jedoch nicht Papiere! Nur Papiere, die von einem Verein ausgestellt wurden, sind gültige Papiere. Der Züchter kann die Stammbäume seiner Welpen nicht zuhause am Rechner ausdrucken! 

Nun gibt es natürlich viele Vereine! International anerkannt sind nur die Vereine unter der FCI (Fédération Cynologique Internationale). Dieser gehören der VDH in Deutschland, die FCL in Luxemburg, die SKG in der Schweiz, der Dansk Kennel Klub in Dänemark, u.s.w. an.

Ich persönliche gebe bei der Welpensuche nur Adressen von Züchtern unter der FCI an! Natürlich gibt es, wie überall, auch unter der FCI schwarze Schafe, aber die Wahrscheinlichkeit einen nicht rasse-reinen, kranken Hund zu erwerben, ist um ein vielfaches kleiner, wie bei anderen Vereinen oder beim Händler.

In den USA gibt es noch den American Kennel Club (AKC) - dieser ist jedoch nur ein Register und auch "Puppymill-Welpen" (Vermehrerwelpen) und Mischlinge (u.a. "Designerdogs") können dadurch AKC-Papiere bekommen - und in England der Kennel Club (KC).

"Papiere" sind nicht der Impfpass!! Vielfach höre ich "mein Hund hat Papiere!", aber meistens ist dann der Impfpass gemeint...

 

Bei dogtask - Sarah Neu sind natürlich alle Hunde jeglicher Rassen und Mischlinge herzlich willkommen! Ob mit oder ohne Papiere!

 

Q wie Qualität

Qualität statt Quantität im Training ist für mich sehr wichtig. Dafür bilde ich mich, erstens, ständig weiter, und zweitens, sind meine Gruppen deswegen recht klein, damit ich wirklich jedem gerecht werden kann.

 

R wie Rasse

Rassen gibt es mittlerweile so viele, weil ständig neue hinzu kommen, u.a. weil einige Menschen damit das große, schnelle Geld verdienen wollen!

Es gibt auch einige Rassen, die einer "Grunderneuerung" bedürfen, ich hab das selbst ja alles hautnah mit meinem Lucky erlebt, aber dies muss wohl überlegt sein und diese Schritte müssen von der FCI oder dem jeweiligen Landesverband unterstützt werden.

Bei den ca. 400 Rassen gibt es für jeden die richtige, aber bitte entscheiden Sie sich nicht für einen Hund nur nach seinem Aussehen! Besonders die Ansprüche und der Charakter müssen passen! Gefällt dann auch das Aussehen, ist es fast perfekt!

 

S wie Sozialisation

Die Sozialisation kennzeichnet den Prozess bei dem der Hund sich mit seiner Umwelt auseinandersetzt, ihre Regeln kennenlernt und Bindungen eingeht. Die wichtigste Sozialisierungsphase ist die von der 3. bis etwa zur 12. Lebenswoche. Während dieser Phase soll der Welpe mit anderen Artgenossen, mit anderen (Haus)Tieren, mit Menschen unterschiedlichen Alters, Statur und Bewegungsmuster, und mit unterschiedlichen Umweltreizen sozialisiert werden.

Unzureichend sozialisierte Hunde haben Schwierigkeiten, sich in ihrer Umwelt zurechtzufinden. Sie neigen zu ängstlichem oder aggressivem Verhalten und anderen Verhaltensstörungen.

Deswegen ist es so wichtig einen Welpen von einem seriösen Züchter zu erwerben, der sich seiner Aufgabe bewusst ist und die Grundsteine für ein angstfreies, entspanntes Leben legt, die Sie später durch adäquates Führen Ihres Hundes weiterausbauen.

 

T wie...

 

U wie...

 

V wie Versicherung

Jeder Hund braucht heutzutage eine Haftpflichtversicherung. In manchen Ländern umfasst die übliche Haftpflicht auch die hauseigenen Hunde.

Bei dogtask - Sarah Neu müssen alle teilnehmenden Hunde über eine Haftpflicht versichert sein.

 

W wie...

 

Z wie...